Dom St. Marien – Freiberg

Freiberger Dom
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Ein sehr bekanntes Baudenkmal und große Sehenswürdigkeit der Stadt Freiberg ist der Dom St. Marien. Sie wurde 1484 nach einem Stadtbrand, bei dem ursprüngliche Basilika St. Marien stark zerstört wurde, gebaut. Der Dom hat eine klare Grundform in gotischem Stil. Durch die schlanken Pfeiler muss man immer nach oben schauen. Inmitten eines Netzrippengewölbes sieht man den Paradiesgarten.

Im Dom gibt es einen Zyklus von gotischen Schnitzfiguren, den sogenannten „Jungfrauenzyklus“. Völlig unüblich für die Gotik ist, dass eine keinerlei Drohszenarien im Gebäude gibt. Stattdessen wird dargestellt, dass der Auferstandene alle Menschen zu sich ziehen möchte. Dies zeigt sich auch eindrucksvoll in der Goldenen Pforte, einem Schmuckportal, die man aus der Basilika St. Marien retten konnte.

Der Dom bietet so einige Schmuckstücke, die sehenswert sind. Dazu gehören die Ahnenkapelle und die Begräbniskapelle. Auch die Bergmannskanzel ist eine Seltenheit. Sie heisst so, weil Bergmänner den Kanzelkorb und den Aufgang tragen. Das Glockengeläut des Doms ist das drittgrößte in Sachsen, jedoch das einzige mit sechs Glocken.

Der Dom kann zu bestimmten Zeiten von der Öffentlichkeit besucht werden, auch mit einer thematischen Führung, so dass sich jeder selbst ein Bild von dieser einzigartigen Sehenswürdigkeit machen kann.